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Eine Pankreatitis kommt selten allein

Kürzlich hatten wir zugleich drei stationäre Patienten mit der selben Diagnose. Einer von ihnen war der fünfjährige Archie. Er wurde bei uns vorstellig aufgrund verminderter Futteraufnahme, einem schmerzhaften Abdomen sowie Durchfall und Erbrechen.

Da diesen unspezifischen Symptomen verschiede Ursachen zugrunde liegen können, wurden nach einer gründlichen klinischen Untersuchung zunächst Laboruntersuchungen sowie eine Sonografie des Bauchraumes eingeleitet. Neben der Untersuchung des Blutbildes und der Organwerte erfolgte auch die Bestimmung der sogenannten Spezifischen Pankreaslipase, ein Enzym, welches von der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Bei einer Entzündung ist dieser Wert deutlich erhöht, so auch bei Archie.

Die Therapie einer Pankreatitis beinhaltet neben der Gabe von Antiemetika (gegen Übelkeit und Erbrechen) sowie Analgesie (gegen Schmerzen) auch eine intravenöse Infusionstherapie. Zudem erfolgt eine Anpassung der Fütterung, bei der fettreiches und schwer verdauliches Futter unbedingt zu vermeiden ist.

Nach einem dreitägigen stationären Aufenthalt mit entsprechender Therapie und ganz viel liebevoller Betreuung ging es Archie deutlich besser, er hatte wieder Appetit und die Werte waren wieder im Normbereich. So konnten wir Archie mit gutem Gewissen wieder nach Hause entlassen.

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