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Physiotherapie

Physiotherapeutische Anwendungen und Massagen gehören zu den ältesten Heilmethoden der Menschheit. Hund und Katze leiden, wie auch wir Menschen, an Erkrankungen der Bänder, Sehnen, Muskeln, Gelenke und Knochen.
Die Physiotherapie ist in der Humanmedizin schon lange nicht mehr wegzudenken.
Therapeutisches Training bei Muskel- oder Gelenkproblemen, Rehabilitation nach Operationen oder Unfällen - all das ist für uns Menschen selbstverständlich. Doch auch unsere vierbeinigen Freunde verdienen eine solche Behandlung bei z.B. Wirbelsäulenbeschwerden, Hüftgelenksleiden, nach Operationen usw. Durch die Anwendung von physiotherapeutischen Maßnahmen kann eine enorme Verkürzung der Heilungsdauer bei orthopädischen und neurologischen Erkrankungen erreicht werden. Bewegung zu heilen, zu fördern, zu schulen -und resultierend daraus- die Beweglichkeit zu erhalten, stellt die Hauptaufgaben der physiotherapeutischen Arbeit dar. Dafür stehen uns sowohl verschiedene Therapiemethoden zur Verfügung, als auch ein moderner und speziell ausgestatteter Raum, der zusätzlich über ein Unterwasserlaufband verfügt.

Leistungen

  • Manuelle Therapie
  • Hydrotherapie
  • Stromtherapie
  • Thermotherapie
  • Krankengymnastik
  • Blutegeltherapie

Ablauf der Therapie

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Physiotherapie ist eine vollständige Untersuchung des Patienten. Diese beinhaltet eine komplette klinisch-orthopädische und neurologische Untersuchung durch einen Tierarzt. Wurden Sie von Ihrem Hausarzt in unsere Praxis überwiesen, so bringen Sie bitte sämtliche Befunde und Unterlagen über die bisherige Behandlung mit.

In der ersten Therapiesitzung erfolgt vor Behandlungsbeginn eine umfassende physiotherapeutische Befunderhebung, ggf. mit Gangbildanalyse. Auf Basis aller Ergebnisse erstellt Ihre Physiotherapeutin einen individuellen Therapieplan für Ihr Tier. Art und Anzahl der physiotherapeutischen Maßnahmen richten sich nach dem Schweregrad des Krankheitsbildes und dem Behandlungsverlauf.

Die Therapieeinheiten in der Praxis erfolgen 1-2 mal pro Woche und dauern ca. 30 - 45 min. Die Mitarbeit des Besitzers spielt für den Erfolg der Therapie eine große Rolle. Unter Anleitung Ihrer Therapeutin und basierend auf dem Therapieplan werden sie geschult Behandlungen auch zuhause selbstständig weiterzuführen.

Bei Fragen rund um die Physiotherapie können Sie sich jederzeit gerne an unsere Physiotherapeutin Frau Maria Krappmann oder den leitenden Fachtierarzt, Herrn Andreas Schöbel, wenden. Wir beraten Sie gern.

Ziele der Physiotherapie

Das Erreichen von Schmerzfreiheit, Erhalt der Gelenkbeweglichkeit, Verbesserung der Koordination sowie gezielter Muskelaufbau und damit die Steigerung der Bewegungs- und Lebensfreude Ihres Vierbeiners.

Physiotherapie findet aber auch ebenso Anwendung bei Sport- u. Leistungshunden zur Stärkung der Muskelkraft und Verbesserung der allgemeinen Kondition. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Gewichtsreduktion bei übergewichtigen Patienten.

Manuelle Therapie

Klassische Massagen
 

  • Abbau von Muskelverspannungen
  • Verbesserung der Durchblutung, des Lymphabflusses und des Gewebestoffwechsels
  • Verbesserung des Muskeltonus, Mobilisierung der Gelenke und Förderung der Beweglichkeit
  •  Beugt Kontrakturen und Muskelatrophien vor
  • Rehabilitation und Schmerzlinderung nach orthopädischen Operationen oder bei Lähmungen
  • Narbenbehandlung
  • Wellnessmassage

Manuelle Lymphdrainage

  • Abbau posttraumatischer und postoperativer Stauungserscheinungen
  • Abbau von Stauungsödemen nach Überlastung oder bei Zirkulationsstörungen
  • Vermeidung bzw. Minderung entzündlicher Ödeme 

Neurophysiologische Übungen

  • Reflexinduziertes Training nach Alexander (RITA) z.B. bei Lähmungen (Paresen)
  • Reflexinduziertes Training nach Zohmann (RITZ) z.B. Training/Verbesserung  von Eigenreflexen
  • Propriozetive Neuromuskoläre Faszilitation (PNF) z.B. Abbau pathologischer Bewegungsmuster und Verbesserung der Koordination

Osteopathische Anwendungen

  • Lösung von Blockaden
  • Traktionsanwendungen

Hydrotherapie

Für eine umfassende Therapie bieten wir in unserer Praxis die Arbeit auf dem Unterwasserlaufband an. Diese Form der Hydrotherapie kann sowohl bei orthopädischen, als auch bei neurologischen Erkrankungen eingesetzt werden. Die physikalischen Eigenschaften von Wasser können so für die Therapie nutzbar gemacht werden: Der Körper ist im Wasser leichter, unter Wasser ist deshalb eine schmerzfreie und weniger Kraft erfordernde Bewegung der Gelenke möglich. Gleichzeitig fördert die Bewegung gegen den Wasserwiederstand Muskelaufbau und Muskelkraft und trainiert den Kreislauf. In kürzester Zeit laufen die Patienten beschwerdefrei, da die Bewegung im Wasser nicht vermieden wird, sondern die Tiere von sich aus die korrekten Bewegungen ausführen. Die Rekonvaleszenzphase nach orthopädischen Operationen kann dadurch entscheidend verkürzt werden. Die Arbeit im Wasser verbessert beim neurologischen Patienten außerdem die Steh- und Koordinationsfähigkeit schon zu Beginn der Heilungsphase.

Einsatzbereiche des Aquatrainers

  • Therapie bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie z.B. Arthrose, HD/ED, Wirbelsäulenproblemen
  • Therapie bei neurolog. Erkrankungen, z.B. Lähmungen
  • REHA nach orthopädischen Operationen z.B: Gelenk-OP´s, (Kreuzband, Patella, Schulter, Ellenbogen), Wirbelsäulen-OP´s, Frakturen
  • schonendes Aufbautraining bei Leistungs- und Sporthunden (Muskulatur + Kondition)
  • Gewichtsreduktion + Kreislauftraining

Stromtherapie

Interferenzstrom-Regulationstherapie
 

  • Reiztherapie von motorischen Nerven und Muskeln
  • Verbesserung der Durchblutung, des Lymphabflusses und der Funktion der vegetativen Nervenfasern
  • Schmerz- und Juckreizlinderung
  • Ödemverminderung und Linderung postoperativer Schwellungen
  • Verbesserung der Nervenleitfähigkeit

TENS 

  • transkutane Stimulation von Nervenfasern
  • Schmerzlinderung
  • Frequenzabhängige Muskeltonusbeeinflussung

Magnetfeld-Therapie 

  • Verbesserung der Sauerstoffaufnahme ins Gewebe
  • Förderung des Zellstoffwechsels und der Mikrozirkulation
  • Aktivierung des Immunsystems
  • Steigerung der körpereigenen Leistungs- und Regenerationsfähigkeit

Laser 

  • Verminderung von postoperativen Wundheilungsstörungen
  • Abheilung von chronischen Wunden und Dekubitus (Liegeschwielen)  durch desinfizierende Wirkung
  • Entzündungs- und Juckreizlinderung
  • Laserakkupunktur
  • Schmerzreduktion bei Arthrosen und anderen degenerativen Gelenksschäden

Thermotherapie

Wärmeanwendungen dienen der Verbesserung des Sauerstoff- und Nährstofftransportes ins Gewebe. Sie fördern die Elastizität der Weichteile, vermindern die Steifheit von Gelenken und ermöglichen und forcieren somit flüssigere Bewegungsabläufe.
Eingesetzt wird die Thermotherapie in der subakuten -chronischen Phase einer Entzündung oder bei schmerzbedingten Verspannungen.  Neben dem klassischen Rotlicht kommen Moorpackungen, Hotpads und Kischkernkissen zum Einsatz.
Da jeder Patient anders reagiert, wird die Therapieart, -dauer -und -frequenz individuell an die Bedürfnisse Ihres Vierbeiners angepasst.

Bewegungstherapie/ Krankengymnastik

aktive Bewegungstherapie/ Krankengymnastik
 

  • Koordinationsschulung
  • Kontrollierte Belastung schwacher Muskulatur
  • gezielte Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit z.B.: Cavaletti, Slalom, Wackelbrett und andere isometrische Übungen

passive Bewegungstherapie/ Krankengymnastik 

  • Atrophie- und Kontrakturprophylaxe
  • Erhaltung des Bewegunsgefühls und der Gelenkgesundheit  bei Lähmungen
  • Dehnübungen

Blutegel-Therapie

  • Förderung des Lymphflusses und des venösen Abflusses
  • Entzündungshemmende und antibiotikaähnliche Wirkung
  • Antientzündliche und schmerzlindernde Wirkung z.B. bei Arthosen
  •  Heilungsbeschleunigung bei Dekubitus und chronischen Wunden
  • "kleiner Aderlass" für schnelle Abheilung von Hämatomen und Phlegmonen
  • Anhaltende Entlastung bei Thrombosen